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Das kommt 2018: Bußgeld für das Handy am Steuer steigt

Wie jedes Jahr werden auch im Jahr 2018 einige  Änderungen am Bußgeldkatalog vorgenommen,u.a. auch für die Nutzung des Handys am Steuer.

Die Ablenkung durch die Benutzung von Handys am Steuer stellt eine zunehmende Gefahr im Straßenverkehr dar, das sollte eigentlich Jedem bewusst seint. Auch weil das Smartphone unser ständiger Begleiter geworden ist. Beim Führen eines Fahrzeuges, egal ob Auto, Motorrad oder Fahrrad, stellt es bei Benutzung eine große Gefahr durch die damit verbundene Ablenkung dar. Darauf will die Bundesregierung reagieren und versucht hier durch deutlich höhere Strafen entgegen zu wirken. Daher soll das Bußgeld bei der Nutzung vom Handy am Steuer mit 100 Euro statt bisher 60 Euro bestraft werden. Auch Tablets, E-Book-Reader und Videobrillen werden in den Bußgeldkatalog aufgenommen.

Auch das wird sich ab 2018 ändern:

Tempo 30

Zunächst bleibt die Regelung von 50 km/h als zulässige Höchstgeschwindigkeit innerhalb geschlossener Ortschaften bestehen, obwohl die Forderungen nach einem generellen Tempolimit von 30 km/h immer lauter werden.Tempo-30-Zonen dürfen aber ab 2018 deutlich unkomplizierte von den Städten und Gemeinden an bestimmten Unfallschwerpunkten wie etwa Schulen, Altenheimen oder Kindergärten eingerichtet werden.

Höhere Kosten für den Führerschein

Der Führerschein wird ab nächstem Jahr durch eine Verordnung des Bundesministeriums deutlich teurer. Dabei werden die Prüfungskosten erhöht und kosten ab 2018 für die theoretische Prüfung 11,90 Euro statt wie bisher 11,00 Euro. Die Prüfung am Computer soll dann 10,60 Eurokosten. Für die praktische Prüfung für PKW sollen 91,50 Euro, für die praktische Motorrad-Prüfung 121,38 Euro fällig werden.

Die Hauptuntersuchung kostet ebenfalls mehr

Die Kosten für die Hauptuntersuchung sollen ebenfalls deutlich steigen. Die Gebühren hierfür werden von bisher 35,00 Euro auf 54,86 Euro steigen. Grund dafür ist die Erkenntnis auf Grund des Abgasskandals, dass die Messungen bei On-Board-Diagnosen Studien zufolge nicht zuverlässig genug sind und manipuliert werden können. Daher soll die Emissionsmessung bei AU-pflichtigen Fahrzeugen wieder am Endrohr vorgenommen werden.

Ampel-Regelung

Fahrradfahrer müssen zukünftig auf die Ampel für Autos achten und nicht mehr auf die Lichtzeichen für Fußgänger. Dies sieht eine geänderte Ampel-Regelung für Fahrradfahrer ab 2018 vor. Während für Radfahrer bisher die Fußgängerampel galt, müssen Radfahrer ab 2018 „die Lichtzeichen für den Fahrverkehr zu beachten“. Auf eigenen Radwegen gelten aber weiterhin die besonderen Lichtzeichen für den Radverkehr.

Rettungsgasse

Durch die großen Probleme bei der Bildung von Rettungsgassen wird es ab 2018 nun eine feste Vorschrift geben. Auf der Autobahn muss bei einem Stau oder bei Schrittgeschwindigkeit sofort zwischen der äußersten linken und der angrenzenden rechten Spur eine Rettungsgasse gebildet werden. Das gilt auch bei Straßen mit 3 oder mehr Spuren, auch hier muss die Rettungsgasse nun ebenfalls links und nicht wie bisher in der Mitte gebildet werden.